
Laut Wikipedia wird Mandu auch „Stadt der Wonnen“ genannt – und für mich passte das auch. Außer dass es keine Stadt war sondern sehr ländlich. Das war schon mal schön. Ich hatte meine Unterkunft bei Krishna – und das war das i-Tüpfelchen. Nicht nur, dass die 8 Räume so hübsch naturnah und doch bequem gestaltet waren und das Essen super schmeckte und die Leute dort so nett waren – Krishna selber war auch prima! Er gehört zu den Bhil-Tribals und hat als Kellner im besten Resort des Ortes angefangen. Nachdem er dort noch aufgestiegen war, bot sich ihm die Chance mit einem guten Partner (ich vermute den Hauptgeldgeber) aus der Khajurao-Gegend ein eigenes kleines Resort zu betreiben. Seit 2 Jahren sind sie jetzt schon dabei und er freut sich riesig, jetzt sein eigener Boss zu sein. Es gab so diverse Details, die mir gefielen – u.a. wurden Gäste angehalten, Dinge zu tun um sich 5% Ermäßigung zu ergattern: Video drehen und auf Social Media verbreiten, Bücher lesen, Spielen (es gab einen Tisch mit einer Spielauswahl) und noch mehr Sachen. Ich mag das, wenn man Ideen hat.
Krishna ist 38, hat eine arrangierte Ehe, ein Girlfriend und 4 Kinder. Und er hat ein Moped und bot mir an, mich damit am nächsten Tag herum zu fahren. eigentlich wollte ich zu Fuß gehen, aber ich nahm dann doch an und das war das Beste, was ich hätte tun können! (Außerdem wollte er viel zu wenig Geld dafür, habe natürlich mehr gegeben). Aber erstmal von vorne. Und hier ist ein Bild von ihm:
Krishna + ich
Ich war zum Mittag angekommen und nach einer Pause spazierte ich zu Fuß los. Ich kam an vielen kleinen Gehöften vorbei, wurde von Kindern angewunken und konnte einen ersten Blick auf die richtig tolle Landschaft werfen. Ich war in den Bergen!
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2 (es waren 6! auf diesem Moped, ein Kleines ist verdeckt)
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Mein erstes Ziel war ein berühmter Tempel. Der war auch großartig gelegen. Aber es gab ein Problem: Affen. Und die waren auch ein bisschen aggressiver und gingen teilweise die Menschen an. Ich bin dann nur in einer Gruppe von Leuten herum gelaufen, habe aber wenige Bilder gemacht. Man musste ein Stück nach unten gehen. Dort gab es zum Glück nicht direkt Affen, nur auf dem Weg dahin und weiter oben.
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Ich bin dann doch recht schnell wieder weg gehuscht. Und weiter gegangen. Ziel waren die Ruinen des Somgarh Forts. Die waren nicht so spektakulär, aber ganz nett.
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Interessant war eine kleine Gruppe Männer, die sich zum Chillum rauchen traf. Und als ich pausierte und per Handy chattete, kam ein Mann und starrte über meine Schulter. Ich habe ihn geknipst.
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Dann ging ich wieder zu dem schönen Aussichtspunkt, wo eine Frau so hübsch gesessen hat.
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Und dann ging ich zurück zur Unterkunft und freute mich, noch einen ganzen weiteren Tag zu haben!
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Mir hatte das zu Fuß gehen gut gefallen und so wollte ich das weiter machen. Aber dann gab es das Moped-Angebot. Ich dachte, ich mache vielleicht Leiber Halbe-Halbe, aber direkt von Anfang an war die Tour mit Krishna so gewinnbringend, dass ich den ganzen tag mit ihm verbrachte.
Mandu ist eine Ruinenstadt – im 15./16. Jhdt. wurde sie von den Herrschern des Sultanats Malwa als neue Hauptstadt gegründet.
Landkarte