Mandu -> Ujjain – Das Feuer brennt

18. Januar 2026

 

 

Krishna war so nett und brachte mich noch zum Bus, der auch gleich losfuhr und dann auch noch direkt nach Indore, wo ich umsteigen musste. Ich hatte schon geschrieben, dass Indien Verschönerungsaktionen mit Wandmalereien hat – so auch in Mandu. Hier wurden nicht nur öffentliche Wände sondern auch Privathäuser mit Warli-Art verziert. Ich mag diesen Zeichenstil total gerne – mit wenigen Strichen und 2 Dreiecken lassen sich total gut Figuren darstellen. und diese sind zu 80-90% weiblich. Die Kunstform stammt von Tribals aus Maharashtra und wird inzwischen an diversen Orten Indiens an die Wände gebracht. Bisschen komisch finde ich das in Mandu, was ja in Madhya Pradesh liegt, schon – insbesondere da es auch viele lokale Hauswanderverschönerungen gäbe. Aber jedenfalls besser als nix!

 

Ich hatte bisher noch keine Bilder davon gemacht – aber jetzt!

 

Warli Art

 

Vom Bus hatte man einen hübschen Blick auf den Marktplatz:

 

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Überhaupt hatte ich eine Freude, Bilder aus dem Bus zu machen, während wir durch den langgezogenen Ort fuhren.

 

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Danach gab es noch ein paar Bilder und insgesamt war die Fahrt ereignislos.

 

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In Indore musste ich wieder mit einem Tuktuk zum anderen Bushof. Ich fand zwar einen durchgängigen Bus, aber der hat mir nicht so gefallen. Fahrer und Schaffner waren irgendwie gruselig und aggressiver drauf, sie schimpften andauernd vor sich hin und mit den Fahrgästen (mit mir nicht). Insbesondere 2 Frauen mit Einkäufen hatten ihre Schwierigkeiten und sind dann verfrüht ausgestiegen. Hab aber nicht kapiert, was eigentlich das Problem war. Außerdem wurde die sehr laute Hupe mehr als nötig eingesetzt. Das nervte mich! Aber einen späteren Bus zu nehmen war irgendwie auch keine Option, die Fahrt war lang genug und ich wollte noch ein bisschen was sehen. Hier erstmal noch mehr Wandgemälde aus Indore:

 

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Ujjain war wieder ganz anders. Es ist eine der wichtigen heiligen Städte Indiens, nicht am Ganges sondern am Shipra-Fluss. Das merkt man schon, wenn man aus dem Bus steigt und die Tuktuk-Fahrer einem „Temple, Temple“ zurufen statt „Which hotel?“. Ich bin trotzdem erstmal zum Hotel. Und hab mich dann etwas später und schwerfälliger auf den Weg gemacht. Größte Sehenswürdigkeit ist der Mahakaleshwar Jyotirlinga – es gibt 12 besonders heilige Shivatempel, die Jyotirlingas. Davon gibt es 12 in Indien – und ich habe vorher 2 gesehen: Somnath in Gujarat und Kedarnath in Uttarakhand. Beim zweiten war ich nur draußen – und bei diesem jetzt auch wieder. Er war in einem total modernen Gelände am Ufer, wo es massig große Statuen von Gottheiten und so gab. Und Bildschirme, wo man das Tempelgeschehen gucken konnte. Und es sah aus, als würden viele Leute im Tempelinneren sein, es gab eine lange Strecke, über die man Zugang erlangte. Und dazu hatte ich keine Lust – insbesondere da ich das Heiligtum seltenst hübsch oder beeindruckend finde und gläubig werde ich davon auch nicht. Fotolust hatte ich auch nicht, zwang mich aber zu ein paar Bildern:

 

Tempelpromenade

 

Bildschirm

 

Brücke

 

Blick von Brücke zum Eingang

 

Alles sehr modern und sauber – aber ich glaube, das war nur die Fassade und dahinter schaut es älter und unordentlicher aus.

 

Ujjain ist alle 12 Jahre Ausrichter der Kumbh Mela, des riesigen hinduistischen Festes. So wirklich konnte ich es mir hier nicht vorstellen. Also besser den richtigen Fluss mit den Ghats suchen. Da sollte auch ein Aarti statt finden. Allerdings bin ich dann doch schon im nächsten Tempel hängengeblieben. Da konnte man komplikationslos rein – allerdings war es voll und wurde immer voller. Grund waren hier 2 große Säulen, wo zum Abend das Feuer entzündet wird. Dafür setzten die Feuermacher erstmal die Dochte ein.

 

Dochte-Einsetzer

 

Die waren über 10 m hoch! Die Leute gingen derweil ihrer religiösen Handlungen nach – oder amüsierten sich miteinander.

 

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Dann war es soweit. Die Herren zündeten zuerst unten die Lichter an und kletterten dann nach oben und setzten die anderen Dochte in Feuer. Sah schon toll aus – und ich habe eher wie die meisten gefilmt. Und eher die Leute fotografiert.

 

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Es drängten immer noch weiter Leute mit ihren Opfergaben rein – und ich bin aber raus. Es war mir doch ein bisschen viel. Noch schnell die Opferverkäufer geknipst:

 

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Und dann ein Tuktuk genommen und zurück zum Hotel.

 

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Ich hatte so nur einen sehr kleinen Einblick von Ujjain bekommen, aber eine gute Vorstellung, wie man es insgesamt erleben kann.

 

Und am nächsten Tag wartete ja noch ein neuer Ort auf mich. Der letzte dieser Reise!