Manali -> Delhi -> München -> Ruhpolding – Der Weg ist das Ziel….

29. September bis 02. Oktober 2026

 

 

Der nächste Tag erstaunte mit blauem Himmel. Und wir haben quasi die Rollen getauscht und ich habe Rinchen mit zum Nicholas Roerich Museum mitgenommen. Mich erstaunt immer wieder, wie andere Leute ihre Umgebung erkunden. Ist Indien da eigentlich nochmal speziell besonders? Zumindest finde ich es da sehr auffällig, wie wenig herum geguckt wird. Immerhin hat Rinchen hier so einiges an Lebenszeit verbracht (war zB in seinen Schulferien immer dort).

 

Die Strecke dorthin war nochmal ziemlich anstrengend – die Straßensituation ist für so ein großes Tourismusgebiet einfach gruselig. Aber dann sind wir durch den Ort hoch gelaufen bis zum Museum.

 

 

 

Drinnen durfte man nicht knipsen. Im Prinzip ist die Geschichte und Persönlichkeit von Nicholas Roerich sowie seiner Frau Helena, seinen Söhnen George und Svetoslav sowie dessen Frau Devika Rani so wahnsinnig vielfältig und voll, dass man immer wieder neues entdeckt. Hauptsächlich ist er als Maler bekannt und einiges von seiner Kunst finde ich auch sehr schön. Diesmal fiel mir noch mehr seine Verbindung zur Theosophie und Esoterik auf, aber mit dem Aspekt wollte ich mich trotzdem lieber nicht beschäftigen.

 

Ein bisschen habe ich versucht mir vorzustellen, wie es damals war als die Straßen auch schlecht oder nicht-vorhanden waren und man für Reiserei so wahnsinnig viel Zeit aufwenden musste und wie das dann war mit dem Daheim-Sein. Auf jeden Fall hat die Familie dort ein wirklich toll gelegenes Anwesen gehabt. Es gab auch noch ein Institut für Himalaya-Studien „Urusvati“, wo es weitere Kunst usw. gab.

 

 

 

 

Dann waren wir noch in einem Cafe, was Kunst und Kulinarik verbindet und außerdem hat es ein Brettspiel zum Everest, was Freunde designt hatten. Die Frau war aus Mumbai und hatte nach Naggar hin geheiratet und hier mit diesem Cafe einen Traum verwirklichen können. Es war auch ausgesprochen nett da. Und Rinchen hat erstmalig Avocado probiert – schmeckt ihm nicht. Das war alles nochmal sehr nett und anregend, aber es drängt mich trotzdem doch eher Richtung Heimfahrt. Zum Fotografieren und Filmen hatte ich auch eher keine Lust mehr.

 

Und so bestieg ich abends wieder einen Flixbus und rollte nach Delhi. Er war voller als auf der Hinfahrt, aber ich hatte Glück und blieb allein auf einem Zweier und habe ein kleines bisschen geschlafen.

 

 

 

 

In Delhi bin ich per Tuktuk zum Hotel – und im Prinzip da geblieben bis zur Abfahrt.

 

 

Ich dachte, ich würde zum Abschluss nochmal schön indisch essen – aber es wurde dann doch westlich.

 

 

Und dann startete die Odyssee der Heimreise. Eigentlich will man ja eher nur schnell die Strecke zwischen Delhi-Hotel und eigener Wohnung überbrücken. Diesmal gab es da aber besonders viel zu erleben. Vielleicht sollte man die Einstellung ändern? (siehe Überschrift)

 

In Delhi gab es so eine Verkehrsverstopfung wie sie der Fahrer auch noch nicht erlebt hat. Für weniger als 20 km brauchte ich mehr als 1,5 Stunden. Und es gab einfach keine Alternativstrecke. Es stand alles still – bis zu einer großen Uni. Danach löste es sich auf.

 

 

Einchecken ging sehr schnell, ausreisen war wieder lustig. Kurz bevor ich (und andere) dran kamen mit dem Pass, verschwanden alle 6 Beamte auf einmal und wir blieben dumm guckend stehen. Es waren viele indische Menschen in der Schlange – und die nahmen das irgendwie ganz gelassen und warteten einfach weiter. Nach 5-10 min kamen peu à peu neue Beamte und es ging wieder weiter. Die waren dafür schnell – entweder haben die nicht so ordentlich kontrolliert oder sie haben eine Software, die ihnen superschnell alle Daten zu mir lieferte (durch meine verschiedenen Aufenthalte näherte ich mich den erlaubten 180 Tagen im Jahr).

 

Der Flieger von Etihad war voll. Nach dem Wechsel in Abu Dhabi staunte ich: soviel Beinfreiheit hatte ich noch nie vorher gehabt. Sehr sehr bequem. Und so habe ich sogar ein bisschen geschlafen. Der Flug war ja sehr günstig (244 Euro eine Strecke) und dafür auch noch alles wirklich top.

 

Ab München war es dann nicht mehr ganz so top, dann wartete das Bahnerlebnis auf mich.