
Ordnungsgemäß sind wir am 30.12. in Delhi gelandet, zum Hotel gefahren, durften früh einchecken – und dann hatte die Gruppe Freizeit. Dieser Tag gilt immer als Reservetag, falls der Flug aus Leh ausfällt (was manchmal passiert – und auch eher im Winter) und somit hat man keine Programmstornierungskosten. Somit haben alle irgendwas gemacht und sich gefreut, weil morgens noch fetter Nebel bei unsagbar schlechter Luftqualität herrschte und ersteres sich aber Nachmittags auflöste. Die schlimme Luft blieb.
Am Folgetag hatten wir Stadtrundfahrt mit einigen speziellen Sehenswürdigkeiten ausgemacht. Ich durfte bestimmen, wo es hingeht. Es war wieder sehr neblig – und diesmal verzogen sich die Wolken leider nicht. Wir steuerten zuerst den Bangla Sahib Gurudwara an – den größten Sikh-Tempel Delhis. Dort muss man ein Tuch auf den Kopf tun und Schuhe und Socken ausziehen. Leider war das ganz schön kalt an den Füßen und wir blieben nicht so lange wie mit wärmeren Füßen. Es war nämlich schön da.
ich
Von außen habe ich gar nicht geknipst, das hatte ich schon mal bei einem vorigen Besuch erledigt. Aber wir waren auch in der Küche, wo ich noch nicht vorher war und da gab es neben Filmchen auch ein paar Bilder.
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Was bei den Sikhs so schön ist: der Gebetsgesang macht friedlich, sie sind sehr freundlich, großzügig und gemeinschaftlich. Es wird immer Unmengen an Lebensmitteln an die Gurudwara gespendet aus denen dann täglich Unmengen von Essen gekocht wird, was an alle verteilt wird, die etwas haben möchten. Es gibt Festangestellte, aber auch sehr viele freiwillige Helferlein. Schön!
Vorratslager
Danach statteten wir Delhi Stufenbrunnen einen kleinen Besuch ab
Agrasen ki Baoli
und fuhren an den Regierungsgebäuden vorbei.
Aufpasser
Nächstes Ziel waren die Lodhi Gärten. Da ist es immer schön mit abwechslungsreichem Pflanzenbewuchs, alten Gemäuern und entspannenden Menschen.
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Dann fuhren wir wieder weiter und guckten auf das Treiben auf dem Gehsteig.
Leute
Wir besuchten den Mehrauli Park. Da habe ich vor vielen Jahren mal einen Heritage Walk gemacht und es hatte mir sehr gut gefallen. Inzwischen ist viel mehr eingezäunt und kostenpflichtig und bei dem Wetter war es auch nicht ganz so attraktiv. Aber mir ging erst jetzt auf, dass das quasi mit zum nebenstehenden Qtab Minar gehört, da machte das alles ein bisschen mehr Zusammenhang.
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Und zum Abschluss waren wir am Qtab Minar, Delhis einziger wirklich großartiger Sehenswürdigkeit. Ein riesiges Minarett, viele alte Steine und Muster und aber auch ganz schön viele Leute.
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Es war Silvester und wir gingen zu einem feinen Abendessen mit zu vielen Gerichten, die alle ein bisschen anders waren als was wir bisher hatten. Mitternacht verbrachte ich mit nur 4 Reisenden auf meinem Zimmer (die anderen hatten sich schon verkrümelt) im 5. Stock, wo man einen guten Ausblick hatte. Allerdings war es a) neblig und b) gab es nirgendwo ein Feuerwerk zu sehen. Ich ahnte es schon, aber ist trotzdem bisschen seltsam. Und so stießen wir nur an und verkrümelten uns dann auch.
Weil – für den ersten Tag im neuen Jahr sollte es dann ein Highlight geben: das Taj Mahal. Ich war beim letzten Besuch mit den Menschenmassen schon ernüchtert gewesen und das Gebäude hatte sich mit seinem eigentlichen Zauber mir entzogen. Aber die anderen Reisenden damals waren trotzdem beeindruckt. Diesmal verfehlte es auch einige aus der Reisegruppe. Es waren nochmal mehr Menschen unterwegs und ein ganz schönes Gedrängel überall. Außerdem war der Himmel grau und gerade als wir wieder in den Bus stiegen kamen auch einige Regentropfen runter.
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Wir fuhren wieder zurück nach Delhi, hatten ein gemeinsames Abschiedsessen und dann war es vorbei mit der Gruppenreise und ich wieder allein in meinem diesmaligem Stammhotel. Bisschen graues Ende einer ziemlich vielfältigen Reise.
Und wie es dann weiter ging, davon erzähle ich im Blog über Rajasthan 2026!