
Einen Tag in Delhi habe ich genutzt, Hotels anzuschauen. Mag ich nicht gerne und es ist auch wirklich schwer, was Gutes zu finden. Und den anderen bin ich zu Freunden gefahren, die total weit weg, aber noch dicht innerhalb der Grenzen Delhis wohnen. Da werden einem nochmal die Ausmaße der Stadt etwas bewusster. 3 Strecken habe ich mit dem Motorradtaxi zurück gelegt. Das ist insofern praktisch, weil es sich einfach viel leichter durch den Verkehr schlängeln kann, man ist also schneller und es ist auch günstiger als Autotaxi. Aber es war kalt. Brrrrrr!
Zwischendrin bin ich aber auch immer wieder zu Fuß gegangen – zumindest beim Hotelbesichtigen. Und habe so gut wie keine Fotos gemacht.
Ostern?
Und dann habe ich Käsekuchen in einem netten kleinen Café gegessen, was der Mann nach längerem Auslandsaufenthalt eröffnet hatte und bei einer anderen Mahlzeit wurden gerade draußen Essen verteilt. Ich weiß allerdings nicht, ob es für Bedürftige war oder Leute die irgendwo als Tagelöhner arbeiteten oder so.
lecker!
Mittagessen
Ich fahre in Indien ganz gerne Bahn – und seit einigen Jahren gibt es den neuen superduper Zug Vande Bharat – der fehlte mir noch als Erlebnis. Manche priesen ihn als „wie in Deutschland“, andere fanden ihn überbewertet. Er fährt nicht alle Strecken und somit habe ich mir etwas in Rajasthan ausgesucht, wo ich noch nicht oft war: Shekawati.
Start war in Delhi Cantt, ein Bahnhof voll im Umbau. Der nächste, Gurgaon, war ebenfalls Baustelle. Da will Indien wohl neue Bahnhofslevel erreichen.
Vande Bharat links
Ich stieg also mit mehreren Leuten ein.
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Der Zug war ausgebucht und tatsächlich eine Überraschung mit Sitzen wie daheim (nur anders angeordnet), recht sauber und einem Klo mit Saugspülung.
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Wir fuhren über Gurgaon aus Delhi raus und da gab es auch einiges zu gucken:
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Man merkt deutlich, wo Indien hin möchte. Aber mir scheint, es steht sich dabei viel selbst im Weg. Nach Agra fuhren wir mit dem Gaatiman Express – das war vor etwas längerer Zeit „der letzte Schrei“ im Bahnverkehr – und heute abgegammelt wie die meisten anderen Züge auch. Also erstmal war das Vande-Bharat-Erlebnis durchaus positiv, aber ich merkte, dass ich skeptisch war, was die Zukunft angeht.
Immerhin fuhren wir oft 100 km/h und es war auch recht sanft und dann wurde es dunkel und nach 4,5 Stunden kam ich mit 10 min Verspätung in Churu an. Das ist eine größere Stadt in der Shekawati Region, wo ich aber keine ordentliche Unterkunft zum Vorbuchen fand. Also habe ich weiter geguckt und bin dann in Nawalgarh fündig geworden.
Ein Taxifahrer holte mich am Bahnhof ab und das war nicht so ganz leicht sich zu finden, weil auch dieser Bahnhof groß umgebaut wurde. Und im Zuge dessen wurde auch weiter herumgejagt und die Straße war noch nicht neu sondern die holperigste Piste meiner Reise bisher. Aber das war nicht so lange und dann fuhren wir durch die Nacht und ich kam an – und merkte, dass es noch viel kälter ist als in Delhi. Mist! Ich hatte falsch gepackt, die Daunenjacke wäre prima gewesen…..
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In Nawalgarh war ich schon länger nicht mehr, eigentlich sowieso nur einmal zum Erkunden und einmal mit einer Gruppe. Und die Umgebung kannte ich gar nicht – also blieb ich ein paar Tage, fror und sah neue Sachen, die mich u.a. erstaunten.