Ladakh: Industalklöster – Losar la Tashi Delek

20. + 21. Dezember 2025

 

 

Am Vortag war der Startschuss zu Losar, am nächsten Tag sollte der Chef der Ladakh Buddhist Association (LBA) Losar eröffnen. Diese Zeremonie hatte immer im Chowkang Vihara in Leh statt gefunden, aber dieses war abgerissen und sollte neu gebaut werden. Es gibt aber ein Dharma Centre in Choglamsar, dort waren alle Statuen usw. hingeschafft worden und es diente als Ersatz. Feierlichkeiten wie üblich mit Tanz und Gesang waren nicht zu erwarten und so kamen auch nur wenige festlich gekleidete Ladakhis. Und wir.

 

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Die Segnung hatte ich fotografisch verpasst – es ging alles zu schnell. Es war trotzdem nett zwischen den Leuten, man wünschte sich ein gutes neues Jahr (Losar La Tashi Delek) und wir wurden noch zu Tee und Pommes eingeladen.

 

Danach fuhren wir an den Indus zu einem kleinen Spaziergang, Vögelbeobachtung und ein eisbadender TN stieg in den kalten Indus-Seitenarm.

 

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Nach dem Mittag zog es sich immer mehr zu und wir machten uns auf den Weg zum Kloster Spituk. Dort war viel los bzw. es waren viele Besuchende, aber kaum Mönche. Nachwuchsprobleme. Ansonsten war es eher „wie immer“. Außer dass im großen Klosterraum „Standbildfotos“ vom Dalai Lama und Bakula in der Versammlungshalle auf den Thronen thronten. Diesen Trend haben wir auch in anderen Klöstern gesehen.

 

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Austritt aus dem Butterlampenraum

 

Versammlungshalle mit den Fotos hinten

 

Dann gingen wir nach unten zum Indus. Die früher schöne Picknickstelle ist zwar sehr verbaut, aber die alten knorrigen Bäume sind alle noch da und bieten eine besondere Atmosphäre gerade im trüben Licht.

 

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Abendlicher Blick zum Spitukkloster

 

Mit Lichterkette

 

Am nächsten Tag waren Nyerma, Thikse und Shey auf dem Programmplan. In Nyerma waren leider keine Nonnen daheim, alle bei ihren Familien. Der Spaziergang nach Thikse war nicht mehr wie früher – eine Straße war auf genau dieser Strecke gebaut worden und links und rechts entstanden neue Häuser und lange Grundstücksmauern. Zwar ist der Blick immer noch hübsch, aber ein schöner Spaziergang ist es nicht mehr wirklich.

 

Blick von oben auf die Strecke

 

In Thikse war nur ein Mönch, der die Räume öffnete, die anderen waren bei einem Totenritual unten im Dorf. Auch hier trafen wir auf moderne Tendenzen, nämlich in der Thangkamalerei. In einem Raum gab es viele so wie diesen:

 

neuer Tangkha

 

Versammlungshalle mit Heizpilz und Pappfoto

 

Und dann fuhren wir noch nach Shey. Dort gibt es eine relativ neue riesige stehende Statue von Guru Rinpoche neben dem alten Palast. Dafür wurde in ganz Ladakh Geld gesammelt. Dem alten Palast wurden mal die Außenmauern repariert, damit er nicht auseinander fällt, mehr nicht. Er gehört zu einem großen Teil der Königsfamilie in Stok. Wenn im Sommer Eintritt verlangt wird, werden diese Gelder eher für Renovierungen usw. in Stok verwendet. Schade irgendwie.

 

Guru Rinpoche

 

Blick auf 1 Schlittschuhläufer

 

Der Klosterraum oben im Palast war offen und da fand gerade eine Art Ritual/Zeremonie statt, nämlich die mit weißen und schwarzen Steinen. Das können Privatmenschen mit einem Mönch zusammen machen – wenn sie das Gefühl haben, dass es zu viel Unglück in ihrem Leben gibt oder sie sich prinzipiell „reinigen“ wollen (deswegen oftmals zur Losarzeit). Dabei gibt es zwei Reihen auf dem Boden, eine mit weißen, eine mit schwarzen Steinen. Die Person tritt auf die schwarzen Steine um sie quasi niederzurdrücken, das Schlechte zu entkräften. Die weißen Steine symbolisieren das Gute und werden aufgehoben wodurch man sich mehr Glück erhofft.

 

Am Abend gab es die erste Appu Appi Zeremonie, aber die werde ich mit der zweiten zusammen in einem anderen Blogpost beschreiben. Dafür stelle ich noch kurz meine ladakhische Guide vor: Rigzin Dolma. Prima Frau, mit der ich viele gemeinsame Bekannte habe. Ich hätte mir keine bessere wünschen können!

 

ich und Rigzin Dolma

 

Und was wir noch so weiter erlebten – gibt es im nächsten Post!