
Es weihnachtet – und wir steuern den malerischsten Ort Ladakh an: Lamayuru. Ein Stopp am Moonvalley und dann weiter zum Kloster. Mich begeistern immer wieder die fahlen Pappeln vor den schattigen Berghängen.
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2Im Sommer donnern die Trucks und Taxis und anderen Fahrzeuge hier nur so durch, im Winter ist es ruhig. Der Pass nach Kashmir hin, der Zoja-la, ist noch offen, aber da so wenige Leute im Winter in Ladakh sind, braucht es auch nicht so viel Zusatzzeugs und Lebensmittel. Wobei wir natürlich sehr froh sind: es gibt ein sehr reichhaltiges Gemüseangebot.
Da es ja weihnachtet, haben wir etwas besonderes auf dem Programm: eine nur für uns gestaltete Puja in Lamayuru. Wir wurden mit Tee empfangen, durften trotz offiziellem Fotoverbot im Kloster fotografieren (ich hatte schon genügend Bilder aus den Vorjahren), eine Butterlampe anzünden und saßen dann in einem Raum, wo 6-7 Mönche für uns Puja machten und bekamen noch einen Katak überreicht. Das war schön.
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7Wir haben aus Zeitgründen dann nur noch den Singge Lhakang besucht, der einfach beeindruckend ist.
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Leider war nicht massig Zeit für langen Bummel durch Lamayuru, aber doch so viel, dass ein paar schöne Bilder im strahlenden Sonnenlicht entstanden:
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Es ist ja wirklich ein hübscher Ort! Nach einer feinen Thukpa zum Mittag besuchten wir das entlegene Ritzung-Kloster. Auf dem Weg entdeckten wir Urials (glaube ich) – die Ibexe hatten dagegen schnell das Weite gesucht.
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Beim Kloster waren ein paar Mönche und eine besuchende Familie. Es ist wirklich groß, hat aber anscheinend ebenfalls Nachwuchsprobleme. Für die innere Einkehr passt es sicherlich hervorragend – da ist einfach nix drumherum. Aber ausgiebige innere Einkehr ist vielleicht nicht mehr ganz so attraktiv für viele.
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Sie hatten einen Raum als sehr alte Küche eingerichtet mit vielen Gegenständen von früher. Der Tee für uns wurde aber in der moderneren Küche auf Gas gekocht.
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Und dann fuhren wir zurück und es war Heiligabend. Das fühlte sich hier zwar nirgends wirklich danach an, aber ein bisschen Feierlichkeit wollte ich doch reinbringen. Wir gingen in ein nettes Lokal, wo man für uns Momos mit 6 verschiedenen Füllungen zubereitet hatte. Ich setzte eine Weihnachtsmütze auf und zog aus meinem Beutel ein kleines Weihnachtsgeschenk für jedeN von Diamir und mir. So hatten wir es dann auch ein wenig festlich.
Bescherung 1
Bescherung 2
Momos
Es war zwar ein wenig geheizt, aber nicht so wirklich – wie in den meisten Lokalen in Leh im Winter. Und so blieben wir nicht allzu lange sondern kuschelten uns bald in die warmen Decken im Hotel.
Das Hotel war wirklich prima mit einem Wärmestandard wie daheim! Gut funktionierende Zentralheizung und heiße Dusche mit kräftigem Strahl. Draußen war es zwar nicht so super super kalt, aber es war trotzdem total angenehm. Obwohl…. Für mich war Winter in Ladakh bisher fast ununterbrochenes Tragen von langer Unterhose und warmer Mütze sowie kaltem Klo, oftmals draußen. Das war jetzt vorbei. Für Gruppenreisen definitiv voll angenehm. Aber irgendwie – weiß ich auch nicht so recht….