Thikse-Chemday-Leh – Freunde, Regen

20. – 23. Juli 2026

 

 

Am Montag änderte sich mein Leben hier etwas. Ich bekam Gesellschaft. Viel Gesellschaft. Ich bin morgens mit Spalgon zum Flughafen gefahren und dort haben wir meine Freundin Andrea und ihre Reisegruppe abgeholt. Sie reisen zu siebt und überwiegend selbstorganisiert. Nur den Anfang, den habe ich arrangiert. Ich war keine Reiseleitung, aber ein bisschen ließ sich das nicht vermeiden. Außer ihren Mann kannte ich den Reisegruppenrest eher nicht. Andrea war als einzige schon mal in Ladakh gewesen, aber das war viele viele Jahre her. Und damit sie nicht alle gleich den vollen Stadtschock bekommen, dachte ich, es ist eine gute Idee in Ruhe anzufangen und so fuhren wir ins Gästehaus des Nonnenklosters Nyerma.

 

Dort leben nur noch ca. 5 alte Nonnen und es sieht ein bisschen traurig aus. Das Gästehaus war zwar noch ordentlich in Schuss und zwei supernette Herren aus Himachal Pradesh kochten und bewirteten uns ganz phantastisch (sie kochen auch für die Nonnen), aber das ganze Gelände wirkte etwas ungenutzt und „tot“. Früher war hier so viel lebendiges Leben, aber jetzt war nicht mehr viel davon übrig. Das hat mich traurig gestimmt.

 

Auch das Wetter war traurig. Es hatte in der Nacht schon ziemlich geregnet und auch für die nächsten Tage waren viele Wolken und weiterer Regen angekündigt.