Bishkek – bisschen tanzen, bisschen Essen und noch mehr Frauen

30.03.2022

  • Panasiatische Bohnen mit panasiatischen Getränken

Vor dem Essen gibt es Wetter. Das war wirklich verrückt: als ich morgens rausging, war Sommer und meine Jacke über T-Shirt zu warm. Als ich 17:00 zum tanzen ging, schneeregnete es.

Schneeregen

 

Rausgegangen war ich heute vormittag zu einer Mittagessensverabredung mit einem weiteren „Host a sister“-Kontakt: Eugénie aus Frankrech, die hier ist um ihren PHD zu machen. Sie erforscht die Auswirkungen des Klimawandels auf Flüsse, die Ländergrenzen überschreiten. So habe ich es vereinfacht verstanden. Und zwar am Beispiel Kyrgyzstans. Sie ist aus Paris, studiert in Brüssel, bewegt sich viel in der Welt umher und forscht richtig gerne. Wir hatten ein schönes panasiatisches Essen (siehe Bild oben) mit farbenfreudigen echt leckeren Getränken und wegen dem vielen Fleisch hier freu ich mich enorm über Gemüse wie diese feinen Bohnen. Hier sind Eugénie und ich:

 

Vergnügliches Mittagessen

 

Zum Essen kann ich noch nicht so wirklich viel sagen. Zumindest habe ich immer etwas gefunden, was mir schmeckte. Sehr interessant ist dieser Art Pudding. Er heißt Sumoluk, basiert auf Weizen und wird zu Nowruz (21. März, Neujahr) stundenlang gekocht und übriggebliebenes danach z.b. auf der Straße verkauft. Schmeckt gut.

 

Sumoluk Verkauf

 

Speziell fand ich auch dieses Gemüse oder was das ist. Kenne ich nicht. Hab ich auf dem Markt gesehen. Muss ich noch rausfinden wie es heißt, was man damit macht und wie es schmeckt.

 

unbekanntes Gemüse

 

Um 17:00 hatte ch also mein nächstes Date, nämlich eine Tanzverabredung. Eine kleine Gruppe von Frauen über 50 (wetterbedingt fehlten an dem Tag einige) tanzt wöchentlich 1 Std. verschiedene Tänze und macht vorher schweißtreibende Gymnastik. Ich machte mit, es machte viel Spaß – nur der bollywood-basierte Tanz überforderte mich heillos und ich griff zur Kamera.

 

Tanz

 

Ein ganz bisschen konnten wir miteinander reden. Die Dame hier vorne konnte am besten tanzen. Sie ist Gynäkologin im Krankenhaus und spricht einige Brocken deutsch.

 

 

Die Stimmung hat mir sehr gut gefallen – überhaupt glaube ich, ich sollte mehr tanzen gehen. Mitgenommen wurde ich von Mina. Hier ist sie mit ihren 2 Söhnen:

 

 

Sie ist Englischlehrerin und arbeitet auch als Guide. Ihre Söhne ebenfalls und zusammen haben sie eine Reiseagentur. Der in der Mitte ist mein hiesiger Kontakt, der mich auch schon vom Flughafen abholte und mit dem ich morgen zu einem Ortswechsel aufbreche. Der ursprüngliche Plan zu einem speziellen Dorf in den Bergen klappt nicht so ganz, zuviel Schneetreiben hat die Straße unpassierbar gemacht. Jetzt ist der Plan, dass wir erstmal die halbe Strecke fahren und dann schauen. Die Wettervorhersage ist niederschlagsfrei.

 

Ich habe also keine Ahnung, wie es nun genau weitergeht, wie die Internetsituation sein wird, wann ich mich mit dem nächsten Blogpost melde usw.