
Rinchen sucht manchmal gerne Steine und ich wollte lernen, wo und wie man sucht (und findet) und Henrique ist mitgekommen und wollte auch suchen. Also sind wir nach Haftal – das ist ein Tal, welches aus den Gletscherbergen kommt, nicht so weit von Padum. Es gibt da auch eine nicht-befahrene Schotterstraße, aber da geht man selten drauf, sondern auf kleineren Pfaden oder auch ohne.
Zuerst haben wir Bärenscheiße gefunden. Die war noch gar nicht so super alt. Den dazugehörigen Bären haben wir allerdings nicht gesehen.

Dieses Tal ist total schön und man kann da auch einfach so ein bisschen reinwandern und sich freuen.



Überall liegen riesige Steine rum. Die ist bestimmt geologisch viel Interessantes bei, aber davon haben wir alle keine Ahnung. So Geologie-Touren in Ladakh/Zanskar wären bestimmt voll interessant. Ein paar habe ich auch später noch geknipst, weil ich sie so schön fand.





Prinzipiell findet man wohl eher in Flussnähe oder auch da drin was. Rinchen sagte, ich solle einfach nach unten gucken, ob ich was sehe, was ein bisschen anders ausschaut. Aber die sahen für mich alle erstmal gleich anders aus. Der Fluss sah hübsch aus.



Dann hat Rinchen gezeigt, was man finden kann. Nämlich Steine, wo mehr so Punkte drin sind, die ein bisschen mehr besonders sind.


Dann haben Henrique und ich doch immer mehr gefunden, sind damit zu Rinchen gelaufen und haben gehofft, dass er „oh wow“ ruft. Das war nicht so oft der Fall, aber manchmal schon. Hier ist einer mit Kupfer drin.

Einer wirkte ziemlich interessant, war aber eingebuddelt und die beiden haben ihn ausgebuddelt.



Das hat tatsächlich Spaß gebracht, nach so Steinen zu suchen – auch wenn ich schon wieder vergessen habe, was das war, was wir da gefunden haben. Dann haben wir noch Picknick gemacht und uns einfach an dem tollen Tal erfreut.


Kann man wirklich gut den Reisenden anbieten, die Lust haben auch mal mehr nach Steinen zu gucken.
Von dort sind wir runter in das Dorf Sani und dort an den heiligen See.

Als Henrique was aus seiner Tasche suchte, kam gleich ein Rudel Hunde an, das dachte, dass er was für sie habe.



Da leben ziemlich viele Hunde, aber außer das sie viel herumspringen sind sie wohl eher nicht so gefährlich.




Dann war da auch noch ein kleiner nepalesischer Junge, dessen Eltern als Tagelöhner arbeiten. Er schloss sich uns an und freute sich über ein wenig Zeitvertreib.


Hinter dem See ist ein extra Pool. Da könnte man baden oder Boot fahren. Aber beides war keine so gute Idee – das Wasser war zu niedrig und algig und die Boote sahen auch nicht ganz so gut aus.

Aber es ist einfach total schön an dem See und man kann da gut rumhocken und sich des Tages erfreuen.
Neben dem See ist das hiesige Krematorium, d.h. wo die Toten verbrannt werden. Früher hat man sie eher klein zusammen gebunden und dann in eine Art Hockstellung gebracht und verbrannt (die Vorrichtung, wo man das tut, war schon sehr kaputt), heutzutage werden sie eher liegend zu Asche verwandelt.

Zurück wollten wir trampen. Die Straße durch Sani ist breit und gut asphaltiert und die Autos sausen in ziemlicher Geschwindigkeit durch. Es waren nicht so viele, aber auch nicht wenige und davon hatten viele auch noch gut Platz, aber entweder wollten sie nur um die Ecke oder hielten einfach nicht. Zwar habe ich schon gedacht, dass man zu dritt nicht ganz so einfach trampen kann, aber dass so viele mit gutem Platz vorbeifahren hätte ich doch nciht gedacht. Aber irgendwann war uns doch das Glück hold und einer hielt und wir passten locker rein.
In der Unterkunft waren noch zwei weitere Gäste: Krishna und Mukesh. Sie reisen mit ihrem Jimny durch Indien und fertigen dabei Youtube-Filme an. Das hier ist ihr Kanal.


Wir haben einige Videos geguckt und erzählt und ich hab gedacht, dass Indien wirklich sooo viele schöne und interessante Ecken hat! Es ist schon besser, wenn man dafür auch gut Zeit hat. Ich hab auch über die Videos usw. nachgedacht und für mich gedacht, dass mir sowas tatsächlich doch zu viel wäre. Also mehr Technik dabei zu haben (Drohne, Stativ, gutes Mikrofon und größere Kamera). Ich bleibe bei meinem Handy und gucke, was man damit machen kann.
Diese Filmerei ist auf jeden Fall nochmal anders als Knipsen und Schreiben und die Bearbeitung hinterher zeitintensiver. Und wenn man dann sowieso noch Bilder haben möchte für Blog und Webseite und überhaupt so für mich, dann ist das auch ein bisschen mehr und ich war viel damit beschäftigt, zwischen Film- und Knipsmodus hin und herzuspringen um genug Material für beides zu haben. Ob das für die Zukunft so bleibt: keine Ahnung. Ist auf jeden Fall interessant, das alles so auszuprobieren. Ich merke auch, wie ich noch recht eingeschränkt gucke und wie wenig ich mich und die Kamera bewege. Und mich hauptsächlich frage, wieviele „Geschichte“ ich schon beim Filmen im Kopf haben könnte und ob es besser ist, einfach viel Material zusammen zu sammeln und dann die Geschichte daraus zu machen. Da es bisher eher quasi Reisegeschichten sind à la „ich war da und da habe ich das erlebt“, ist wohl viel Material angesagt. Und mit Glück sind da bisschen lustige Sequenzen dabei. Aber im Prinzip fehlt mir immer was, was ich manchmal mit Photos auffüllen kann – oder eben auch nicht. Und was ich noch gar nicht gemacht habe: das Mikrofon (bzw. ich habe sogar zwei) währenddessen genutzt und zB Leute direkt was gefragt. Was ich sicherlich nicht machen werde: mich vor die Kamera stellen und losreden. Das mag ich nicht.
So, genug über die Filmerei sinniert, es war Zeit für das Bett und Vorfreude auf den nächsten Tag!