Kyrgyzstan – ankommen

27.03.2022

 

Mist, mist, mist, was in Armenien noch gut klappte, will in Kyrgyzstan (noch) nicht: Fotos von der Kamera ins iPad zu bringen. Hat sich was geändert, liegt es hoffentlich nur an der Speicherkarte, die ich im Vorjahr noch nicht nutzte? Ich probiere weiter.

 

Jedenfalls bin ich in Bishkek angekommen. Hundemüde. Ein großer Fliger flog nach Istanbul und ließ meine Augen staunen über die große Pracht, die am Flughafen herumglitzerte. Danach wurde ich in einen kleinen vollen Flieger gepfercht und auf einen Nachtflug nach Bishkek geschickt. Das war eine anstrengende Nacht, ich war nicht von Schlaf gesegnet.

 

Als wir uns Bishkek näherten, dachte ich fast, ich sei im falschen Flieger. Es war platt und grau unter mir. Wo waren die ganzen malerischen gewaltigen Berge aus den Internetbildern? Der Blick fiel auf das Flughafengebäude: alt, ranzig, grau und sowjetisch aussehend war es dann doch das richtige. Nach der Belagerung von gefühlt 100 Taxifahrern hatte ich mich endlich mit meinem Abholer gefunden: Rakhat, vermittelt von einer Freundin. Ein junger Mann mit einem klapprigen Auto, eigentlich Reiseagenturbesitzer. Aber seit Corona ist das nix und mit dem Ukraine-Krieg noch weniger und sie haben die Firmenwagen verkaufen müssen. Letztens ist der Benzinpreis auch noch 2,5 mal so teuer geworden wie vorher (zwar liegt er bei 60 cent, aber das ist nicht vergleichbar, die Löhne sind niedrig und wer ein Nettogehalt von 1300 Euro erhält gilt als finanziell super dastehender Glückspilz.

 

Der Flughafen ist weit entfernt von der Stadt. Ich schaute links heraus, ich schaute rechts heraus: alles grau, arm und „sowjetisch“ unter einem bleifarbenen Himmel. Wieso bin ich hierhergekommen? Ich hatte mir doch gesagt, dass ich solche Länder nur in kleinen Dosierungen besuchen kann, also mit viel Zeit dazwischen. Aber so soll es wohl nicht sein und ich bemühe mich, einfach einiges aufzuholen was ich alles jenseits des eisernen Vorhangs jahrzehntelang ignoriert hatte.

 

Aber diesmal war es anders als in Armenien oder damals Georgien: ich hatte und habe einen Gesprächspartner und somit werde ich viel besser auseinandersetzen und lernen können.

 

Wir steuerten zuerst ein Frühstückslokal an und ich staunte über oberleckeren Früchtetee. Besser als bei uns! (Kaffeee gab es aber auch). Danach in sehr kurz: Einchecken, ca. 1,5 Std. Schlaf, viele Kilometer in der Stadt abgerissen, viel geknipst, viel gestaunt – und jetzt bin ich aber so platt, dass ich keinen ordentlicheren Blogeintrag schaffe sondern mir gleich die Augen zufallen werden. Ich hoffe, ich kriege das Bilderproblem morgen gelöst. Oben ist nur ein Handyfoto aus dem Fliger – das geht.

 

Und ich wolllte zumindest verbal noch die ersten Gedanken ausdrücken.