Padum -> Manali – Im heiligen Berg ist ein unheiliger Geist

28. September 2026

 

 

Die Strecke Padum – Manali wird noch nicht von einem Gouvernment Bus bedient, also Shared Taxi. Und die Strecke ist auch nicht ganz so schick ausgebaut wie die Nimmu-Padum-Straße. Man hat hier schon mit Tunnelarbeiten gestartet. Zuerst hatte man die Straße über den Shinkun-la Pass gebaut. Damit kann man Arbeitsmaterial nach Zanskar schaffen um auch von dort an dem Tunnel zu arbeiten. Mit Tunnel braucht man dann später keine Schneeräumarbeiten zu machen. Dann kann man ganz schnell von Manali durch den Atal-Tunnel und den neuen Tunnel und die Nimmu-Straße nach Leh gelangen. Währenddessen baut man aber auch an einem Tunnel durch den Zoji-la, dann ist Leh auch von Srinagar aus leichter erreichbar. Fahrzeitenverkürzung ist natürlich auch noch dabei.

 

Ich fahre eigentlich ganz gerne über Pässe, da kann man schön die Landschaft gucken. Einem Passagier wurde schon früh schlecht und wir legten einen Stopp ein.

 

 

 

Das Wetter war noch hübsch mit blauem Himmel, aber als wir uns dem Gombo Rangjon näherten, nahmen die Wolken überhand. Wie schon auf der Hinreise im Mai war mir hier kein schönes Wetter vergönnt.

 

 

 

 

 

Kann jemand den Geist im Berg sehen?

 

Es waren immer noch einige Motorradgruppen unterwegs. Dabei wurde es langsam ziemlich frisch im Fahrtwind.

 

 

Oben auf dem Pass haben wir gar nicht gehalten. Ich habe nur ein paar Bilder aus dem Autofenster gemacht.

 

 

 

 

Auf dem Weg nach unten kamen uns mehrere Fahrzeuge entgegen. Es gab also auch immer noch Leute, die einen Tagesausflug von Manali oder Jispa auf den Pass machten. Auch wenn da gar kein Schnee mehr war. Dafür kam neuer Schnee an – es fielen Flocken vom Himmel. Die gingen allerdings auf dem Weg nach unten in Regen über und es war ziemlich gammeliges Wetter.

 

Am späten Mittag erreichten wir Manali und sind erstmal zu Rinchens Verwandtschaft. Die haben dort ein Haus, wo auf mehreren Etagen Zimmer sind – und in einem durfte ich nächtigen. Und dann habe ich mich wieder über Airtel und die indische Bürokratie und KI und überhaupt geärgert. In Leh hatte ich ja so Schwierigkeiten und trotz mehrstündigen Versuchen war es nicht möglich, mein Gesicht mit meinen Daten in Übereinkunft zu bringen und so hatte mir die Chefin des dortigen Ladens eine andere SIM-Karte unbürokratisch zur Verfügung gestellt. Problem: die funktionierte hier nicht mehr! Laut Airtel ist es eine Prepaid-SIM, die nur in Ladakh funktioniert. Ist das nicht frustrierend? Netterweise hatte die wirklich hilfsbereite Mitarbeiterin eine Idee und ich Rinchen dabei – sie hat recht unkompliziert und schnell eine für ihn ausstellen können. Und mir dann sogar noch einen kleinen Rabatt gegeben. Ohne funktionierende SIM ist es beim Herumreisen in diesen Zeiten inzwischen ziemlich schwierig geworden.

 

 

Das Wetter war weiterhin nicht so schön. Auch in Manali regnete es und es war ziemlich kühl. Meine Füße hatten in der Zeit ziemlich gelitten (und ich keine gute Creme usw. dabei) und da dachte ich, es sei eine gute Idee, hier zur Pediküre zu gehen. Ich landete in einem der ältesten Etablissements. Neena, die Besitzerin, hat vor über 37 Jahren aus Chandigarh hierher geheiratet und einen der ersten Beauty Parlour hier eröffnet. Was für eine Umstellung für ein „City Girl“!

 

Blöderweise habe ich von der Dame gar kein Foto gemacht sondern nur von ihrer Mitarbeiterin, die meine Füße und unteren Beine liebevoll behandelte. Danach war alles wieder baby-weich!

 

 

 

 

 

Dann war es auch schon Abend, ich bekam Essen bei der Familie, es war sehr nett und unterhaltsam – und dann ging ich ins Bett.

 

 

Meine vorherige Nacht war eher kurz und so schlief ich recht gut. Nun war ich so eindeutig auf der Heimreise. Ein bisschen hatte ich überlegt, ob ich gerne noch etwas geblieben wäre – insbesondere da Mr. Sharma auch eine nette Einladung ausgesprochen hatte. Aber nein, es war doch an der Zeit, wieder nach Deutschland zu fliegen.