Tbilisi – dritte Beobachtungen und Abreise nach Armenien

09.09.2021

Am Dienstag hatte ich eine Verabredung in Tbilisi. Beim letzten Mal lernte ich Nicki kennen, eine tolle Frau, die auch noch perfekt deutsch spricht! Ihre beiden Brüder wohnen mit Familien in Berlin und so gibt es einen regen Austausch der Familie. Ich habe Nicki auf Facebook gefunden und so war es super, sich wieder zu verbinden und wir waren wohl beide neugierig, was sich in den vergangenen Jahren getan hatte.

 

Wir trafen uns im botanischen Garten. Am späten Abend hatte es gewittert und morgens war es auch noch manchmal nass von oben. Ich ging ein ganzes Stück zum Treffpunkt und dabei sah ich doch noch einiges an bröseliger Alltstadt:

 

 

Dabei haben es sich die GeorgierInnen in Tiflis eigentlich sehr hübsch gemacht: viele Wohnungen gruppieren sich um Terrassen/Balkone herum und so leben die Leute gut miteinander und doch für sich. Auf jeden Fall muss eine Balkongemeinschaft sich gut arrangieren damit man sich aufeinander freut beim Begegnen.

Begegnungsterrassenbalkon

 

Dann traf ich als Nicki und wir verbrachten eine wundervolle gemeinsame Zeit im botanischen Garten mit schönen Plätzen, vielen Pflanzen usw. Ihr Mann arbeitet da, aber momentan kommen nicht viele zur Arbeit. Also insgesamt nicht.in Tbilisi, weil ja der öffentliche Nahverkehr, also Bus und Metro, wegen Corona nicht fährt und es haben sehr viele weder Auto noch können sie sich Taxen leisten. Gehalt bekommt man trotzdem und wenn Homeoffice klappt: umso besser.

Gewächshaus im botanischen Garten

 

Ich hoffe, wir sehen uns vor meiner Abreise noch einmal. Toll, wie man doch recht einfach nach 12,5 Jahren wieder so aneinander anknüpfen kann.

 

Danach wanderte ich noch weiter hierhin und dorthin und zu einer großen Kirche:


 

Bei der Aufmachung musste ich irgendwie an Indien denken. Am Eingang war ein Schild mit Piktogrammen, u.a. eine durchgestrichene Kamera mit Blitz. Ich dachte: oh, wie in ladakhischen Klöstern, wo man auch keinen Blitz nutzen soll. Und knipste drinnen ein wenig, u.a. diesen Jesus

Jesus mit eher eleganter Beinhaltung

.

Ein paar Leute haben mich gefühlt komisch angeschaut. Und beim Rausgehen hab ich dann gedacht, dass ich das Piktogramm falsch interpretierte und ich gar nicht hätte knipsen sollen – so wie in den meisten anderen Kirchen auch. Nun denn….

 

Ich glaube, es war noch bisschen mehr beobachtet, aber mir fällt gerade nix ein, weil ich so platt bin.

 

Abends und nachts hatte ich dann das Zugerlebnis. Der Zug fuhr 22:45 los und kam 7:35 in Yerevan an. Georgien ist ein recht kleines Land mit nicht so vielen Schienenkilometern und so fahren kaum Züge. Der Hauptstadtbahnhof ist auch erstmal nicht als Bahnhof zu erkennen, es ist eher eine Shopping Mall mit einer Anfahrtsrampe wie beim Flughafen. Man geht durch die Shopping Mall und findet dann kleine Ausgänge zu Gleisen. Das habe ich schon tagsüber angeguckt gehabt.

 

Es es war wie ausgestorben. Nachts auch. Ich stand alleine am Bahnsteig, bis 2 Frauen kamen – die hatten 3 riesige schwere Koffer dabei, gefüllt entweder mit Steinen oder Goldbarren und auch noch ca. 10 weitere Gepäckstücke. Ich half runtertragen und in der Bahn dann auch noch. Es kamen noch 1 Mann und 1 Paar und das war es auch schon. Der Zug kam aus Batumi und es saßen schon Leute drin, aber es war weit entfernt von voll. Dafür war der Zug sehr schick und modern und bequem. Ich fuhr dritte Klasse und hatte eine Liege mit Laken, Kopfkissen und Handtuch. Ich lernte auch gleich zwei nette armenische Männer kennen, sie boten Cola und Spirituosen an und kamen vom Urlaub mit weiteren Kumpels und waren sehr trinkfreudig und legten morgens gleich noch mit Bier nach, aber wirklich freundlich und höflich.

 

3. Klasse

An der Grenze ein längerer Stopp mit Pass- und PCR-Testkontrolle. Meine Impfung wollten sie gar nicht sehen.

 

Dabei fällt mir doch noch was ein: ich musste ja zum PCR-Test, der hat 15 Euro gekostet. Dafür gibt es das doppelte Paket: Rachen UND Nase. Überall in der Stadt gibt es Testzentren. Und meines war neben einem Massagezentrum. Und dazu fällt mir ein: damals fand ich Georgien voll von Spielhallen mt Poker und anderen Angeboten. Davon habe ich nichts mehr gesehen. Dafür massig Massagesalons, bevorzugt Thai. Scheint  besser zu laufen als Spielen.

2 Etablissements zum Geldausgeben

 

Und ab dem nächsten Post gibt es dann Beobachtungen aus Armenien! Allerdings dauert das etwas, da ich morgen ohne Pad zum Trekken gehe.

 

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