Tbilisi – mehr Beobachtungen

08.09.2021

Ich bin heute morgen in Yerevan angekommen, aber noch lange nicht fertig mit den Berichten aus Tbilisi. Also mach ich weiter mit meinen dortigen Beobachtungen:

 

Am 2. Tag hatte ich Sonne satt und auf dem Programm einen Gang zum Bahnhof. Wenn man draußen rumläuft sieht man an manchen Ecken in Plastik eingepacktes älteres Brot. Das macht man statt es in den Müll zu werfen. Wer es dann aber mitnimmt: keine Ahnung.

Brot an Straßenecke

Am Bahnhof hatte ich Glück und geriet an eine unglaublich nette Dame mit demselben Vornamen wie ich. Sie freute sich riesig, eine Nana aus Deutschland hätte sie noch nie kennengelernt. Wie meine Eltern nur darauf gekommen sind, Ihrem kleinen Baby einen georgischen Vornamen zu geben? Und ich freute mich, dass mein Vorname keine Verwunderung hervorruft, sondern hier als ganz üblich gilt.

Nette Bahnticketverkäuferin mit Vornamen Nana

 

Der Bahnhof ist einen eigenen Post wert – also wannanders.

 

Zum Mittag stieß ich auf folgendes Angebot:

Kreuzberger Döner in Tbilisi

Ich nahm es nicht wahr. Um mich herum auch viele deutsche Stimmen und ich fühlte mich fast gar nicht fort. Wieso sind hier überhaupt so viele Nicht-GeorgierInnen? Ich kam schwer darüber hinweg, dass ich vor 12,5 Jahren quasi fast allein hier war und jetzt war alles voller Touris und Touriangebote. Georgien scheint da echt tüchtig was getan zu haben in den dazwischenliegenden Jahren.

 

Auch hatte ich damals Schwierigkeiten Cafes und so finden, jetzt ist hier alles voll mit Shishabars und Lounges und ähnlichem Gedöns.

Freizeitvertreib männlicher Menschen

 

Noch ein paar Worte zu Corona. Hier ist Hochzeitssaison (ich sah 4 Paare in der kurzen Zeit) und so gibt es auch das passende Modeassecoire für die Braut:

MNS für die Braut – für den Bräutigam erspähte ich kein Pendant

 

Die Kirche ist hier er gegen die Impfung. Gott könnte ein wirkungsvollerer Schutz sein. Die hohen Coronazahlen sind dann vielleicht von den Ungläubigen? Jedenfalls folgen viele den Anweisungen der Kirchenmänner und so ist die Impfrate niedrig.

Ein Gottesmann gegen Covidimpfung

 

 

 

 

 

Die Kirchen schauen innen (außen auch) ziemlich anders aus als bei uns. Insbesondere haben sie riesige Wandgemälde. Manche sind recht speziell:

Diesen allgegenwärtigen Jesus am Kreuz find ich ja schon arg – aber Kopfab ist auch ne heftige Nummer.

Und dann gibt es noch einen dritten Tag in Tbilisi. DAvon dann im nächsten Post!

 

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