Karakol – Beobachtungen, Straßen und Häuser

10. + 11.04.2022

 

Von Cholpon Ata nahm ich einen Minibus (Marshrutka) und fuhr damit nach Karakol, einer ca. 70.000-Leute-Stadt 5 km südlich des östlichen Endes des Issyk Kuls. Ich war so hin und her wie ich meinen Reiserest gestalten sollte. Mein ganz wunderbares Zimmer in einer Top-Unterkunft (nur die mich jedesmal mit großem Gebell begrüßenden Hunde – egal aus welcher Tür ich komme – sind nicht mein Fall) und auch noch sehr günstig sowie die Möglichkeit zu diversen Tagestouren gaben den Ausschlag dass ich beschloss bis zu meiner Rückreise nach Bishkek hier zu bleiben. Auch die Stadt gefällt mir recht gut.

 

Wie auch in Bishkek sind große Teile schachbrettartig mit Straßen versehen, gut zur Orientierung. Die Unterkunft liegt an einer Sandstraße (davon gibt es hier viele) mit überwiegend Einzelhäusern und morgens kräht ein Hahn. Manchmal auch zu anderen Tageszeiten.

 

Aber erst nochmal zur Fahrt. Es war bedeckt und die Straße führte am Issyk Kul entlang.

 

Issyk Kul

 

Auffällig waren viele joggende Menschen – keine Ahnung ob ein Marathon bevorsteht oder es hier Volkssport Nr. 1 oder so ist, jedenfalls waren sie recht flott unterwegs.

 

Joggerin

 

Schön und bemerkenswert finde ich, dass man oft so Alleen hat. Noch unbelaubt, aber das grün kommt jetzt so langsam hervorgeknospt.

 

Allee

 

Diese Bäume fand ich besonders schön, aber keine Ahnung, was das für welche sind:

 

Schöne Bäume

 

In Karakol und Umgebung blühen jetzt Bäume. Aber ich bin so eine botanisch Niete, dass ich keine Ahnung habe, was es für Bäume sind. Ist jedenfalls sehr schön.

 

Schöne Blüten

 

Nach diesem botanischen Nichtwissen zurück zu den Schachbrettstraßen. Bei denen aus Sand hat man eher das Gefühl durch ein Dorf zu spazieren.

 

Sandstraße

 

Noch eine Sandstraße

 

Zu den Beobachtungen gehrt, dass relativ viele Häuschen Sandhaufen vor der Einfahrt haben und Kinder dort gerne rumspielen. Auch sind diese Kinderwägelchen überaus beliebt (oder auch das einzige Produkt). Es gibt viele von diesen kleinen Häuschen. Die sind oftmals nett angemalt. Und alle haben so ein großes verschlossenes Tor durch das man durch muss um zur Eingangstür zu kommen.

 

Häuschen

 

Die Häuser hier sehen üblicherweise nicht so ganz uniform aus. Und es gibt viele Gebäude, deren Bedeutung mir verschlossen bleibt. Hier ist ein unbewohntes schönes Haus:

 

verlassenes Haus

 

 

Verlassenes Haus von vorne

 

Es gibt aber auch diese Sowjetblocks:

 

Sowjetblocks

 

Manche haben große Wandmalereien wie dieses:

 

Wandmalerei

 

Andere Wandmalerei

 

Seit ich diese Wandmalerei gesehen habe, frag ich mich, ob es wirklich das deutsche „ich komme“ ist oder ob es in einer anderen Sprache wohl was anderes heißt.

 

Auch hier sind massig Statuen. Es heißt zwar, dass die Kirgisen und Kirgisinnen recht gleichberecht sind – aber wen man sich die Geschlechter der Statuen anschaut, sind das doch zu 90% männlich gelesene Personen.

 

Statue

 

dies ist nur ein kleiner erster Eindruck von Karakol. Später mehr davon. Jedenfalls kann man von hier gut in der Gegend herumschauen – und das kommt dann in eigenen Posts.