Kharu -> Leh

20. – 23. Juni 2026

 

 

Der Plan war: Tsering Dolma bringt mich zu mir, fährt dann auf Familienfeierlichkeiten und holt als letztes ihre Tochter heim. Die Realität war: der Vicepresident von Indien war auf Besuch und für ihn wurde der Highway gesperrt. Das bedeutete Umwege und diese waren auch noch verstopft, da manche Gassen so schmal waren, dass sich Auto und Trucks verknäulten. Wir haben dann ca. 3 Std. für die 35 km gebraucht…

 

 

 

Wir haben dann den Plan geändert. Die Familienfeier wurde abgesagt und wir haben eines der besten Hotels in Leh besichtigt. Tsering Dolma war da auch sehr neugierig drauf. Es gibt nur 7 Cottages und alles ist im Stil gebaut aus Zeiten der Großmutter der Besitzerin. Aber eben vermischt mit den feinsten Annehmlichkeiten. Ist tatsächlich sehr schön geworden und das Personal war auch nett.

 

 

 

Gespeist haben wir aber woanders. Es entwickelt sich dort zu meinem „Stammlokal“ – ich war nun schon das dritte Mal dort. Ist das nicht lieb mit der Zitronendeko?

 

 

 

Ich hätte noch länger bleiben können, aber ich hatte eine Verabredung für den nächsten Tag. Mit Susanne bin ich zur Sankar Gompa gelaufen. Ich muss unbedingt schauen, welche Wege noch funktionieren, welche Orte man besuchen kann und was man alles noch unternehmen kann. Eigentlich hätte ich Museen und Initiativen besuchen wollen, aber die waren Sonntags alle zu. Auch die Sankar Gompa war zu und als sich nach geraumer Zeit ein Mönch blicken ließ, wollte er nicht aufsperren, sondern erst abends.

 

Dafür kam eine nette Truppe herein, zückte die Zeichenblöcke und zeichnete drauf los. Ihr Lehrer war ich glaube aus Bangalore, hatte einige Jahre in der Stadtplanung Berlin gearbeitet und sprach gutes deutsch, Und ein anderer junger Mann war aus dem Changthang und hatte einiges ua von seiner beeindruckenden Schwester erzählt. Ich hoffe, ich kann sie besuchen! Es geht um die Zukunft der Kaschmirziegen.

 

 

 

Außerdem besuchten wir den empfohlenen Schokomonk. Die Betreiberin ist tatsächlich aus Bangalore, hat eine bezaubernde Ausstrahlung – und fertigt köstlichste Pralinen! Meine war mit Tsampamehl, was erstmal seltsam klingt, aber total lecker schmeckt.

 

 

 

Meinem Rücken ging es wieder ziemlich gut und ich fing an, Pläne zu machen! Hauptsächlich visiere ich einen Trek mit Start 27. Juni an. Aber zuvor wollte ich unbedingt die Meinung von Sonam-Physio einholen. Glücklicherweise hatte sie Zeit für mich. Und ich habe sie auch fotografieren dürfen.

 

 

Sie tastete und bog und ruckelte an mir herum, ich bekam nochmal Maschine und Pflaster und Wärme – und die Empfehlung einer Rückenstabilisierung für das Wandern. Aber grundsätzlich spricht nix dagegen, bald wieder zu starten. Ich habe also dieses Teil erstanden:

 

 

Und weil die Mittagszeit im Büro schon vorbei war, hab ich vor Ort gespeist – einen meiner Reiseklassiker, der immer mal wieder sein muss: Pommes, Cola und Lassi.

 

 

Das Wetter ist übrigens sehr bescheiden, ziemlich kühl (ich trug Wollpullover), kaum Sonne (wenn, dann sticht sie allerdings) und manchmal auch ein bisschen Regen. Das geht ja eigentlich schon den ganzen Juni so. Wenn ich in die Wolkenberge schaute, war ich nicht ganz so betrübt über die Trekkingverzögerung.