
Als ich 2023 von meinem Trek in Muktinath ankam, bin ich danach auf der nördlichen Flussseite nach Kagbeni gewandert und fand es toll. Diesmal nahmen wir die südliche Straße von Kagbeni nach Muktinath und ich habe gestaunt, wie anders es aussah. Total toll! Zuerst kamen wir zu einem Aussichtspunkt, der sich Selfie-Point nannte und etwas hergerichtet war. In die andere Richtung auf dem leeren Parkplatz war ein Yak eingepackt.

Wir haben auch einige Bilder gemacht und uns an der Aussicht erfreut.







Von Kagbeni bis zum Tempel in Muktinath sind es 1000 Höhenmeter. Da gab es diverse Stopps zum Landschaft-gucken und knipsen. Es gibt so einige Dörfer in diesem Tal.




In Muktinath ist eine große Tempelanlage, die für Hindus und BuddhistInnen gleichermaßen heilig ist. Die hab ich 2023 schon mal beschrieben. Bzw. ich war auch damals schon ein bisschen faul – und jetzt wieder. Hier ist der link zum vorherigen Blogpost. Und ich ergänze das hier nur um ein paar Bilder aus diesem Jahr. Es waren auch wieder gut InderInnen unterwegs, aber nicht so viele wie in der Saison. Ich habe diesmal auch mehr gefilmt. Und es ist einfach nett, den Leuten zuzugucken.










Nachdem wir in Kagbeni Jonny Cash verschmäht hatten, haben wir hier mittags Mona Lisa links liegen gelassen und bei Bob Marley gespeist. Was etwas bedauerlich ist: es wird leider bisher nirgendwo gebacken. Dabei hoffte ich so auf lecker Apple Pie o.ä. Und woher diese Freude zu solchen Namensgebungen kommt: keine Ahnung.

In Muktinath wird tüchtig gebaut und auch in Kagbeni. Die Neubauten sehen alle aus, als würden sie besseren Standard bieten. Geknipst hab ich das alles nicht, aber wir haben es geguckt und uns unseren Teil gedacht. Verschönern tut es die Landschaft nicht. Nach dem Mittag hatten wir die Idee, die kurze Strecke zu dem Ort Jharkot zu Fuß zu gehen. Das war nett. Und juhu – die Wolken verzogen sich zT und gaben kurz den Blick auf höhere Spitzen frei. Ich war damals im März hier gewesen und es gab sogar noch etwas Neuschnee. Diesmal war alles grün – schon ein ziemlicher Unterschied. Aber prinzipiell hängen die Wolken wie eine feste Wand mit unterer Kante eher fest. Immerhin regneten sie nicht.







Jharkot gegenüber ist eine Art Felsrücken mit total vielen Gebetsfahnenstangen bestückt. Das schaut toll aus. Und ich wunderte mich, dass ich mich nicht daran erinnerte. Aber konnte ich auch nicht, die sind neu. Und auf Foto leider bisschen schlecht erkennbar.


Jharkot hat ein Kloster, wo es aber keinen Mönch mit Schlüssel gab. Aber im Eingang war ein Lebensrad und das war voll interessant. Üblicherweise sind da 6 Daseinsformen abgebildet, also Weltvorstellungen, in die man hineingeboren werden kann, die man aber auch als Zustände im jetzigen Leben übertragen kann. Hier waren es 8 und die Leidensformen hatten da massiv überhand und waren auch mit vielen Details dargestellt. Das wirkte fast wie eine Leidenschaft für Qual.







Ansonsten ist Jharkot ein alter Ort mit alten Baustrukturen, wo es Spaß bringt, durchzulaufen. Außer uns sahen wir nur eine Gruppe westlicher Gesichter – und irgendwie hoffe ich, dass es in der Saison auch nicht viel mehr sind.









Und dann waren wir schlapp von der neuen Höhe und den vielen Sachen zum Gucken und dem Herumlaufen. Und sind zurück nach Kagbeni, wo wir ein nettes Cafe fanden – leider auch ohne Kuchen. Dafür wurde die Bierzapfanlage repariert und eine Frau mit roter Kapuze saß sehr lange sehr regungslos herum.


Fazit von dem Tag: es ist alles interessant mit dieser großartigen Landschaft, über die man trotz Wolken staunen kann, dem Pilgertourismus, den Ortsveränderungen und überhaupt. Und dass ich es im Nachhinein eine schwierige Entscheidung finde, ob ich Leuten eher die Straßenseite oder die Wanderseite empfehlen sollte. Am besten wohl Beides. Und man kann auch sowieso sagen, dass die Gegend ziemlich viel mehr noch bietet an Wander- und Guckmöglichkeiten.
Ich guckte aber doch etwas bedröpt in die ganzen Wolken. Ich hatte mir vorgestellt, dass es ab hier deutlich besser sein würde. So wie in Ladakh. Aber auch da war der Sommer ja bisher viel viel wolkiger als bisher gewesen. Wir erfuhren, dass das auch hier so war: wesentlich wolkigeres und regnerischeres Wetter als in den Vorjahren. Immerhin haben wir das Regenzeugs trotzdem selten rausziehen müssen. Aber mehr Sonne und mehr Blick würde schon schön sein. Wir hofften auf den nächsten Tag.