
Von Padum nach Leh habe ich ein Shared Taxi genommen und diesmal sogar den Vordersitz ergattert. Bis man startet, dauert es immer noch eine Weile, da einige Leute von anderen Orten eingesammelt werden. Eine ziemlich alte Dame holten wir aus dem Krankenhaus ab. Sie hatte noch ihre Schlauchzugänge in der Hand.

Leider ging es ihr nicht gut und wir mussten oft stoppen. Fand ich schon ein wenig heftig, sie in diesem Zustand einem Taxifahrer und weiteren Leuten ohne medizinische Kenntnisse anzuvertrauen. Um diese Geschichte abzukürzen: in Leh fuhren wir sie als erstes direkt ins Krankenhaus und waren froh, sie lebendig abgeliefert zu haben.
In der Nacht hatte es etwas geregnet und der Morgen war auch noch bedeckt.







In Zangla gab es einen Checkpost, der aufpasste, dass man nicht an den falschen Tagen fahren wollte.

Ich dachte ja, Sonntags ist offen, weil da die Straßenarbeiten ruhen. Aber nix da, hier wird durchgeschuftet.

Aber erstmal ging es hinter Zangla noch schick weiter auf Asphalt. Interessant fand ich die Seitenabsperrungen.







Diese wechselhafte Bergwelt fasziniert mich ungemein und ich kann gar nicht aufhören, weitere Blickwinkel festzuhalten. Irgendwann ging die schicke Straße in Schotterpiste über.



Schon sehr spannend in dieser engen Schlucht, wo die Felsen über einen drüber hängen und ich mich wirklich frage, wie sowas gebaut wird, wie man damit rechnet, dass das hält und nix runterfällt usw.
Bei Nyeraks sind ein paar Futterbuden und man rastet üblicherweise. So wahnsinnig befahren war die Straße gar nicht. Kurz danach gabelt sie sich (da ist auch noch ein Checkpost) und man fährt entweder am Zanskar-Fluss direkt weiter nach Chilling und Nimmu, was die kürzeste Strecke ist – oder über den Singge-la Pass und an den Ortschaften Lingshed und Photoksar vorbei. Das dauert länger, ist aber toll zu gucken. Ich war das vor 2,5 Jahren schon gefahren und diesmal neugierig auf die kurze Strecke.



Und dann staunte ich – dieser Teil ist überwiegend asphaltiert und führt auch durch viel enge Schlucht mit überhängenden Felsen.





Und dann war es auch schon bald vorbei und wir im Trubel von Ladakh! Dieser Teil des Zanskar-Flusses bietet sich zum Rafting an – und das ist bei indischen Touris sehr beliebt. Man kann auch Bungee Jumping machen und beim Magnetic Hill gibt es diverse Quad-„Spielplätze“. Ich kann nicht sagen, dass ich diesen Tourismus gut finde….

Die Fahrt hatte höchstens 4-5 Stunden gedauert! Wir waren schon Mittags in Leh. Manche fahren morgens los, weil sie was erledigen müssen und später wieder zurück. Was für eine Lebensveränderung für Zanskar!
Aber die Strecke ist schon auch nicht ganz ohne, das kann man sehr gut sehen in diesem Youtube Video. Deswegen wird da auch noch weiter dran gewerkelt – neben der tollen Asphaltdecke, die natürlich überall hin soll.
Und das war’s mit diesem Teil des Blogs! Als nächstes wird quasi ein neues Kapitel aufgemacht, da geht es dann um meine Zeit in Ladakh, Teil 1. Ich hab vorher nicht wirklich gedacht, dass ich so viel Neues und auch Tolles sehen und erleben würde. Nur Manali, das hat mich irgendwie geschmerzt mit diesem Massentourismus. Das lässt mich wirklich zögern, Reisenden diese Strecke – zumindest im Mai/Juni – zu empfehlen. Es gibt die tollen Ecken, aber den Massen lässt sich nicht überall ausweichen. Und mal schauen, wie die Entwicklung in Zanskar so weiter voran schreitet. Und wie die Leute damit Schritt halten.