
Die Pferde lässt man über Nacht entweder frei grasen oder pflockt sie an. Beim freien grasen steht man dann sehr früh auf und sucht sie wieder zusammen. Chamba war um 4:00 aufgestanden, hat einen Tee getrunken und ist losgezogen – und war um 7:00 noch nicht zurück. Das ist ziemlich lange. Hoffnungsvoll haben wir trotzdem alles zusammen gepackt und ich habe mich langsam auf den Weg gemacht. Sidhar ist los und hat Chamba gesucht.

Wir hatten an einem Ort gecampt, wo es aussah, also würde er für etwas genutzt werden, aber da war nichts zu sehen. Jedenfalls gab es Steinwälle und Stacheldrahtzäune und noch mehr Material für Baumaßnahmen.


Jedenfalls ging es das Tal hinauf, was ganz hübsch war. Allerdings weit und breit keine Pferde und kein Chamba zu sehen.

Irgendwann traf ich auf Sidhar und wir besprachen uns. Wenn ich noch etwas weiter gehe und dabei Pferde/Chamba sehe, soll ich weiter gehen. Wenn nicht, ist klar, dass es zu lange dauert und wir wieder in Chogdo campen sollten. Ich ging bis hierhin, wo es eine Dzo/Kuhherde gab und einen hübschen Stein, wo ich verweilte. Und da ich niemanden sah, ging ich dann wieder zurück.




Zurück im Camp traf ich Chamba und Sidhar, die auf mich für eine kleine Unterredung warteten. Dann liefen beide gleich wieder los, um los um die Pferde zu suchen. Ich wartete. Ich baute mein Zelt alleine wieder auf, was nicht so einfach ist, weil es so groß und ich so klein bin. Ein Mann kam mit anderen Pferden vorbei, aber suchte keinen Kontakt. Nach 2 Stunden kam Sidhar wieder an. Die Pferde seien auf einen Berg geklettert. Chamba hat sie entdeckt und holt sie jetzt. Wir bereiteten das Abendessen vor.

Chamba kam mit den Pferden gegen 15:00 an – er war somit 11 Stunden auf den Beinen. Er war vollkommen durchgeschwitzt und sehr hungrig. wir haben ihm alle Maggi-2-Minuten-Nudeln gekocht.

Dann spazierte ich nochmal Richtung Chogdo, sah, dass der Fluss ganz rot war und entdeckte einen heiligen Baum.




Für mich war der Tag also eher ruhig. Wegen dem „verlorenen Tag“ haben wir den Trek quasi verkürzt und wollten nicht in Rumbak enden (was einen Zusatztag bedeutet hätte), sondern später nach Matho absteigen.
Als ich in meinem Zelt saß, ging gerade der Vollmond hinter dem Berg auf. Das war schön. Und ich staunte, wie meine Handykamera sich das Bild zusammen rechnete.


Dass Pferde zu weit weg laufen hatte ich bisher in meinen ganzen Jahren nur einmal vorher gehabt. Also so weit weg, dass man sie nicht mehr zeitig findet. Für die nächste Nacht wurden sie angepflockt.