Trekkingtag 4: Chogdo -> Shang Phu – eine nette Strecke

30. Juni 2026

 

 

Da die Pferde ja direkt beim Camp nächtigten, konnte eines auch morgens neugierig gucken, was ich da so in meinem Zelt mache. Diesmal ging alles reibungslos, Wir packten ein, ich startete und bei dem großen roten Felsen hatten mich dann die Pferde wieder eingeholt.

 

 

 

Ab da ging es fort vom Fluss und einen Pass hoch. Die Pässe auf dieser Strecke waren alle eher unspektakulär als Pass an sich. Von den Ausblicken her waren sie aber auch toll. Interessant fand ich an der Strecke, dass ich dachte, ich würde öfters das Industal sehen und mir gar nicht so weit weg vorkommen, aber dem war nicht so. Zwischen Indus- und Markhavalley ist ziemlich viel Platz und man windet sich da über viele Bergrücken und durch Täler und hat doch sehr viel einsame Natur. Trotz dass man weiß, dass man immer relativ leicht absteigen könnte. Man bewegt sich hier prinzipiell immer zwischen 4.000 m und fast 5.000 m.

 

 

 

 

 

Danach querte man ein großes schönes Hochtal mit alten Steinbehausungen, die so aussahen als würde sie niemand wieder besiedeln wollen. Einige Kühe/Dzos waren auf den Grasflecken zu sehen, aber die gehörten wohl in das Dorf ganz unten.

 

 

 

Der schmale Pfad war zT auch ein bisschen ausgesetzter, ging aber – zumindest für mich. Aber größere Höhenangst ist auf dieser Strecke nicht so gut. Auch gibt es manche Flussquerungen, die bei mehr Wasser bisschen schwieriger sein könnten. Ich habe nur einmal bisschen Hilfe gebraucht – außer am letzten Tag, aber das kommt ja noch.

 

 

 

Die Pfadfindung ist meistens OK, aber öfter als gedacht doch nicht so einfach. Hier hatte Sidhar auf mich gewartet, weil ich wohl sonst tatsächlich einen falschen Weg gegangen wäre. Es gab einen eindeutigen Pfad, der aber nur ein Tiertrampelpfad war. Der uneindeutigere führte dahin, wo ich hin sollte.

 

 

Es ging dann ein langes Tal nach unten und dann nochmal um die Ecke und dann konnte ich schon den nächsten Lagerplatz sehen. Diesmal war es eine bewohnte Sommeralm. Ein Paar hatte Ziegen und Kühe/Dzos und Felder und lebten jeden Sommer hier.

 

 

 

 

 

Und wie man hier sieht, gibt es auch eine zweite Gruppe! Bis dato waren wir ganz alleine, sahen nur mal Pferdemänner, die zum Markhatal wollten. Und es kam auch niemand wegen Campinggebühren. Hier war das anders. Die Familie hatte zwei Flächen zur Verfügung gestellt, wo sonst Felder gewesen wären. Es gab ein Klo und einen extra Wasserlauf. Da war es schon in Ordnung Geld zu verlangen – außer dass ich die Preise bisschen happig fand. 400 INR (4,- Euro) pro Zelt, pro Küchenzelt und pro Essenszelt. Ich musste nur 400 zahlen.

 

 

Ich fand den Platz total schön. Ich mag es, wenn das Hirtenleben um einen herum ist. Allerdings hatte ich bisschen körperliche Probleme. Ich hatte Nasenbluten zwischendrin gehabt und dann Kopfschmerzen und Übelkeit bekommen, die erst in der Nacht verschwanden. Bisschen schade. Die Strecke war nicht so schwierig/lang gewesen und dementsprechend war ich ansonsten eigentlich nicht erschöpft. Aber egal, ich habe es auch so genossen.

 

Die andere Gruppe sollte ich am nächsten Tag kennenlernen, sie würden dieselbe Strecke gehen wie ich.