
Es gibt einen neuen Bus-Service zwischen Leh und Padum. Für fast 9,- Euro fährt man mit einem super bequemen neuen Kleinbus von Leh aus los. Ich war nicht alleine, sondern hatte Rinchen und Henrique dabei. Henrique ist aus Portugal und hat uns beim letzten Kharlam-Cafe Besuch aufgegabelt und sich angeschlossen. Zum Frühstück waren wir in Neraks.


Der Busfahrer fuhr leider etwas zu schnell und zwar so, dass mir etwas schlecht wurde. Aber ohne übergeben. Dafür waren wir noch vor 11:00 in Padum! Und ich habe eher fast keine Fahrfotos gemacht. Die Strecke ist noch besser ausgebaut, es gab auch keine Bauarbeiter mehr und man kann jetzt täglich dort fahren. Das ist immer noch ein bisschen verrückt gegenüber den 2 Tagen, die man früher brauchte.



In Padum sind wir zu Rinchens Schwägerin und Bruder, die eine nette Unterkunft haben. Und nach bisschen Tee und so sind wir zum Mittag raus.

Padum ist immer noch ein komischer Ort mit viel Bautätigkeit und Gammel, aber so langsam scheint es auch immer mehr schöne Seiten zu bekommen. Das Lokal war gar nicht so schlecht.
Und dann haben wir uns auf den Weg nach oben zur hiesigen Gompa gemacht. Dabei sahen wir ein kleines und ein großes Yak. Die Sommerweisen sind wieder vorbei und die großen Tiere unten.



Das Kloster war nicht so wirklich interessant, es waren drei Mönche da und ich habe aber wieder was für meine seltsame-Wandmalereien-Sammlung gefunden.


Aber der Blick war toll und das tollste war, dass eine nicht-befahrene Straße in ein Dorf führte, was auf gleicher Höhe am Hang lag. Man hatte somit einen richtig tollen Panorama-Spaziergang. Vor dem Dorf gab es auch noch einen hübschen See.






Man kann auch mit dem Auto wieder abgeholt werden – oder selber nach unten laufen. Ich finde es jedenfalls eine prima kleine Wanderung, die man gut in eine Tour einplanen kann.
Auch wir haben ziemlich gut zu dritt funktioniert trotz dass es ganz anders war als mit Elsa. Henrique ist am Anfang einer längeren Reise und im nächsten Jahr im Sommer oder so will er nach Berlin ziehen. Mir scheint gerade, dass man hier ab September ein bisschen angenehmere und interessantere Menschen trifft. Wir gingen also und die Strecke ließ auch viel Redezeit zu und das war schön und teilweise ziemlich intensiv. Die Gehirnzellen wurden nochmal ganz gut angeregt – das hat mir gefallen.
Am Abend war großes Familientreffen bei Rinchens Mutter, die nebenan wohnt. Seine Verwandtschaft ist riesig. Wir saßen in der Küche, wo Unmengen von Momos hergestellt wurden, Kinder für Amüsement sorgten und es einen Frauenüberschwang gab. Nebenan waren eher die Herren. Wir bekamen ständig was angeboten – und da das später auch noch weiter ging musste ich dann feststellen, dass es mir doch etwas zuviel wurde mit diesen ständigen Essensaufforderungen und -ablehnungen meinerseits.. Mal ist es ja ganz nett, wenn andere so um mein leibliches Wohl besorgt sind, aber so auf Dauer? Da stresst es mich und macht mich nicht so froh.



Ich war allerdings auch bisschen müde von kurzer Nacht und vielen Eindrücken und diesen ganzen Essenablehnungen. Und obwohl es alles durchaus sympathische Leute waren, war ich nicht mehr in der Lage zu netter Konversation oder so. Und so war ich sehr froh, dass ich ein Extra-Würstchen bekam mit frühem Essen (es gab Fleisch-Momos und für mich wurden auch noch extra vegetarische hergestellt, die als erstes fertig waren) und dann ins Zimmer geleitet wurde und ins Bett konnte. Bisschen schade, aber so ist das wohl manchmal.
Dieser Tag ist ein bisschen kurz zum Berichten, aber ich wollte ihn trotzdem nicht mit dem nächsten zusammen fassen.